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Verleihung der Musik- und Filmpreise 2014

Übermorgen, am 3. Dezember, findet die Verleihung der diesjährigen Musik- und Filmpreise des Kantons Bern statt. Blickt man über die ausgezeichneten Personen und ihr Schaffen, so wird rasch deutlich: Die Musik klingt von alt bis neu, von traditionell bis experimentell, von E bis U auf hohem Niveau. Und das Filmschaffen im Kanton Bern, dem seit einigen Jahren ein Förderschwerpunkt gewidmet ist, beweist grosse und qualitativ sehr überzeugende Schaffenskraft quer durch alle Genres.

Einen Anerkennungspreis in der Sparte Musik erhalten der sein Schlagwerk unermüdlich und lustvoll auslotende Schlagzeuger Julian Sartorius, das Klavierduo Susanne Huber und André Thomet, das seit Jahren sowohl klassisch-romantisches Repertoire wie auch zeitgenössische Werke meisterhaft spielt und immer wieder in Beziehung zu anderen Kunstsparten tritt, und die Band Puts Marie, die mit berührenden Songs zu ihrem ganz eigenen Stil gefunden hat. Als Coup-de-cœur-Preisträger wird Robert Torche sein musikalisches Schaffen im Bereich der elektronischen Musik mit einem Auftritt im Rahmen der Verleihung der Musik- und Filmpreise vorstellen.

Mit dem Hauptpreis 2014 wird der Organist Bernard Heiniger für sein jahrzehntelanges Engagement für die Orgel und das Orgelspiel ausgezeichnet. Er wirkte als Solist, als Lehrer, als Veranstalter von Festivals und Wettbewerben und setzte sich auch für den Erhalt wertvollen Kulturguts ein, insbesondere für die grossen Orgeln in Bellelay, wo er nach wie vor auch als Interpret aktiv ist.

Die Filmjury wählte aus 35 visionierten Filmen vier Preisträger. Je einen Filmpreis erhalten der Essai cinématographique «Elégie pour un phare» von Dominique de Rivaz (Louise Productions, Lausanne) und der Spielfilm «Der Goalie bin ig» von Sabine Boss, eine Koproduktion von CARAC Film (Bolligen) und C-Films (Zürich). Unterschiedlicher könnten die Genres nicht sein: Hier ein selbstreflektierender Kino-Essai, dort ein fulminanter Spielfilm. Dominique de Rivaz erzählt einen inneren Trauer- und Suchprozess und besteht diese filmische Gratwanderung mit Bravour. Sabine Boss und ihre Crew haben mit «Der Goalie bin ig» einen Spielfilm gedreht, der der literarischen Vorlage von Pedro Lenz mehr als das Wasser zu reichen vermag.

Je einen Anerkennungspreis erhalten der Dokumentarfilm «Life in Progress» und der Animationsfilm «Timber». Im von Recycled TV (Bern) produzierten Dokumentarfilm «Life in Progress», eine Township im heutigen Südafrika, präsentiert sich die Regisseurin Irene Loebell als empathische Interviewerin wie auch als differenzierte und konsequente Komponistin feinsinniger Bild- und Tonmontagen. Und in dem Animationsfilm «Timber» zeigt der Filmschulabgänger Nils Hedinger sein handwerkliches Können: mit einem einfachen Setting – verschiedene Holzscheite drohen in einer kalten Winternacht zu erfrieren, haben aber auch ein Streichholz dabei – gelingt es ihm, eine Parabel auf menschliches Mit- und Gegeneinander zu erzählen.

Überzeugen Sie sich selbst von der Vielfalt und der Qualität des kulturellen Schaffens im Kanton Bern. Die Preisverleihung wird jeweils einen kurzen Einblick in die Kosmen der verschiedenen Preisträgerinnen und -träger geben.

Verleihung der Musik- und Filmpreise 2014: Mittwoch, 3. Dezember 2014, 19.30 Uhr, Dampfzentrale Bern. Der Anlass ist öffentlich, der Eintritt ist frei.


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