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Prähistorische Früchte im Neuen Museum Biel

Nach dem positiven Start setzt das NMB Neues Museum Biel seine Ausstellungsreihe «Fetter Fang» mit der Präsentation von steinzeitlichen Kultur- und Sammelpflanzen fort. Ab dem 16. Dezember 2015 können Getreide-, Haselnuss- und auch Apfelreste bewundert werden, welche die Jahrtausende bis heute überdauert haben.

Hervorragende Erhaltungsbedingungen
Die Fundobjekte stammen aus Sondierungen, die der Archäologische Dienst des Kantons Bern im Rahmen der Planungen für das neue Stadtteilprojekt «AGGLOlac» in Nidau durchgeführt hat. In bis zu 6 m Tiefe liegen an dieser Stelle Reste von mehreren prähistorischen Pfahlbausiedlungen, die bis etwa 3800 v. Chr. zurückgehen. Archäologische Fundstätten in feuchten Böden sind bedeutende Kulturdenkmäler, da sie hervorragende Erhaltungsbedingungen haben. Vergängliche Dinge aus organischen Materialien können sich hier über lange Zeiträume erhalten, da sie unter Luftabschluss kaum Zersetzungsprozessen durch Mikroorganismen ausgesetzt sind.

Der prähistorische Speisezettel
Die Bewohner der Pfahlbausiedlungen lebten hauptsächlich von Ackerbau und Tierhaltung. Durch Jagd, Fischfang und das Sammeln von Wildpflanzen wurde das Nahrungsangebot ergänzt. Wildäpfel sind häufig im Fundbestand vertreten und bereicherten den prähistorischen Speisezettel. Mit den bemerkenswerten Funden kehren wir unmittelbar zurück zu den Anfängen der bäuerlichen Lebensweise im Seeland.

Neues Museum Biel

Verkohlte Getreidekörner mit Haselnussschale und Holzkohleresten von Nidau, AGGLOlac © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Friederike Moll-Dau

Bild vergrössern Verkohlte Getreidekörner mit Haselnussschale und Holzkohleresten von Nidau, AGGLOlac © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Friederike Moll-Dau


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http://www.erz.be.ch/erz/de/index/direktion/organisation/amt_fuer_kultur/archive/ausgabe_8_2015/praehistorische_funde.html