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Ausgabe 6/2015

Ein Kulturtag geschenkt

Der erste Kulturtag des Kantons Bern war ein Geschenk. Ein Geschenk der Anwesenden für die öffentliche Kulturförderung. Das Publikum, oder besser: die Teilhabenden, beeindruckten durch Qualität, Fülle und Vielfalt. Sie repräsentierten nicht bloss Institutionen und Organisationen, sondern primär sich selbst: Künstlerinnen und Künstler, Engagierte des immateriellen Kulturerbes, Profis aus den Institutionen und der Kreativwirtschaft, Medienfachleute, Kulturvermittelnde, Amateure und Ehrenamtliche aus allen Kultursparten. Diese Präsenz und dieses Engagement wurden in der offenen Diskussion stark spürbar. Ein Geschenk für uns Kulturbeauftragte.

Der Tag war für mich eine Manifestation der Anwesenden: Das Thema Teilhabe ist eine wichtige kulturpolitische Handlungsachse. Sie ist nicht nur im kantonalen Kulturförderungsgesetz explizit festgehalten und in der Kulturbotschaft 2016 bis 2020 des Bundes stark gewichtet, nein, sie wird auch durch ein grosses Mehr der Anwesenden als relevantes Thema angesehen. Die von Bernhard Pulver spontan durchgeführte Konsultativabstimmung zeigte dies. Man war sich einig, dass die Teilhabe der Bevölkerung am kulturellen Leben in ihrer ganzen Formenvielfalt bei der Überarbeitung der Kulturstrategie eine wichtige Rolle spielen soll.

Die möglichst breite Teilhabe haben wir gleich beim Einladungsverfahren geübt. Es gab zum ersten Kulturtag keinen gezielten Postversand, keine schön gedruckte Einladungskarte. Nebenbei konnten wir so die Wirkung unseres Newsletters testen, indem wir eine Video-Einladung des Kulturdirektors ins digitale Netz stellten und sich alle Interessierten per Website melden konnten. Es hat funktioniert: 220 Personen sind am Samstag früh in Biel erschienen. Wir nehmen diese starke Manifestation von Bernerinnen und Bernern aus allen Kantonsteilen als Auftrag, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und die geäusserten Anregungen weiterzuverfolgen. Gerne werden wir dem mehrfach geäusserten Wunsch entsprechen, das neue Veranstaltungsgefäss zu pflegen und weiterzuentwickeln.

Das fällt mir im Übrigen nicht schwer. Wie ich es schon bei meinem Amtsantritt formuliert hatte: Für mich ist jeder Tag ein Kulturtag. Im kommenden Jahr werden es sogar 366 sein. Ein Kulturtag geschenkt.

Hans Ulrich Glarner, Vorsteher Amt für Kultur


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