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Schlussevaluation «Bildung und Kultur»: kompetente Kulturvermittelnde

Mit der Kulturvermittlung an Schulen verschaffen Künstlerinnen und Künstler den Kindern und Jugendlichen einen Blick auf die Welt, der weit über den Rand eines Deutsch- oder Mathematikbuchs hinausreicht. Kulturschaffende, die eine aktive Auseinandersetzung mit Kultur jedwelcher Erscheinung ermöglichen, verhelfen den Schülerinnen und Schülern zu einem erweiterten Erfahrungshorizont jenseits von Leistungsorientierung. Auch lässt die gemeinsame Partizipation am künstlerischen Arbeiten ihr Selbstbewusstsein und das Gefühl von Zusammengehörigkeit wachsen. Dies gehört zu den wichtigsten Ergebnissen der Schlussevaluation des Programms «Bildung und Kultur». Die Evaluationsfirma Interface hat hierfür die Leistungen und Wirkungen der vierjährigen Pilotphase untersucht und es gesamthaft positiv bewertet. Nachzulesen in ihrem Evaluationsbericht.

Die von den Schulen engagierten Kulturschaffenden erhalten darin für ihre Arbeit Anerkennung: Sie überzeugen sowohl durch ihre Professionalität auf dem eigenen Gebiet als auch mit pädagogischen Fähigkeiten. Beispielsweise im stufengerechten Umgang mit den Schülerinnen und Schülern. Jedoch haben unterschiedliche Arbeitsweisen und Weltanschauungen hier und da zu Reibungen in der Zusammenarbeit von Lehrpersonen und Kunstschaffenden geführt. Dem will das Programm künftig entgegenwirken, indem es das gegenseitige Rollenverständnis vermehrt unterstützt.

Qualitätsstandard in der Kulturvermittlung gesetzt, hohe Bekanntheit erreicht

Vier von fünf Lehrpersonen zeigten sich „begeistert“ über die Qualität und Vielfalt der Kulturprojekte, die sie aus knapp 300 Angeboten auf der Internetplattform des Programms auswählen konnten. Diese Plattform, so schreiben die Evaluatorinnen, habe einen Qualitätsstandard in der Kulturvermittlung etabliert. Auch zeichnet sich das Programm durch eine hohe Reichweite aus. Denn es ist im ganzen Kanton bekannt und erreicht Schulklassen aller Regionen, Stufen und Sprachen. Der frankophone Kantonsteil war sogar leicht überdurchschnittlich vertreten, gemessen an der Anzahl beantragter Kulturgutscheine und proportional zur Einwohnerzahl.

Mit rund 60 Prozent wurde das Gros der Kulturangebote von Primarschulen in Anspruch genommen (1. bis 6. Klassen), 20 Prozent der Anträge kamen von Lehrpersonen der 7. bis 9. Stufe, Kindergärten machten 10 Prozent aus, der Rest verteilte sich auf Gymnasien und Berufsschulen. Bei der Nutzung nach Sparten zeigte sich, dass knapp drei Viertel der Gutscheine Projekten aus Musik, Theater und Tanz zur Umsetzung verhalfen.

Zukunftsmusik

Die Evaluation schliesst mit sieben Empfehlungen für die Zukunft, deren erste lautet, das Programm «Bildung und Kultur» weiterzuführen. Das Programmteam mit seiner Leiterin Susan Herion freut sich sehr über diese positive Bilanz. Bedeutet es doch, dass das Programm nicht nur den Kindern und Jugendlichen einen Gewinn bringt, sondern auch den Berner Kulturschaffenden ein spannendes Arbeitsfeld bietet.


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