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Jungsteinzeitliches Keramikgefäss im Neuen Museum Biel

In der dritten Folge der Ausstellungsreihe «Fetter Fang» präsentiert das Neue Museum Biel ein fast 5000 Jahre altes Keramikgefäss aus der Pfahlbaufundstelle Sutz-Lattrigen, Rütte. Es wurde bei taucharchäologischen Untersuchungen des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern in vollständig erhaltenem Zustand geborgen und kann in die Zeitspanne von 2750 bis 2650 v. Chr. datiert werden.

Der Beginn des Töpferhandwerks ist in der Schweiz etwa um 5500 v. Chr. zu verzeichnen. Er geht einher mit dem Wechsel von der Jagd- und Sammelwirtschaft zur bäuerlichen Lebensweise. Im Laufe der Zeit ändern sich Form und Stil der Keramikware je nach räumlicher oder kultureller Ausprägung.

Das Tongefäss ist von Hand aufgebaut – die Töpferscheibe wird in Mitteleuropa erst ab etwa 450 v. Chr. eingesetzt. Angebrannte Speisekrusten an seiner Innenseite zeigen an, dass es als Kochtopf genutzt wurde. Auffallend sind die parallelen und waagerecht umlaufenden Schnureindrücke unter dem Gefässrand. Aufgrund dieses charakteristischen Zierstils lässt sich das Gefäss der sogenannten «Schnurkeramik» zuordnen.

Bei der Schnurkeramik handelt es sich um eine grossräumige Keramik- und Kulturtradition am Übergang vom Neolithikum zur Bronzezeit. Sie ist etwa zwischen 2800 und 2200 v. Chr. von Südskandinavien und Osteuropa über Mitteleuropa verbreitet und hat in seinen südlichsten Ausläufern auch die damalige Bevölkerung am Bielersee beeinflusst.

Keramikgefäss von Sutz-Lattrigen, Rütte © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Badri Redha

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