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Ausgabe 1/2014

Art-Sonderangebot im Januar

Sehr geehrte Damen und Herren

Was macht Maude Schneider aus Saint-Imier in Thun und Porrentruy? Und Mirjam Helfenberger aus Guggisberg in Interlaken? Weshalb ist Alexander Jaquemet aus Erlach in Moutier und Langenthal anzutreffen? Sie sind Kulturreisende in den Kantonen Bern und Jura – aber weder mit Kuoni noch Last minute unterwegs, sondern als Frühbucher in eigener Sache. Sie gehören zu den 345 Künstlerinnen und Künstlern, die sich im letzten Sommer an der Ausschreibung zur Cantonale Berne Jura 2013/14 beteiligten und zu den 160, die von den Jurys ausgewählt wurden. Nun sind ihre Werke in sorgfältig gestalteten Ausstellungen in Museen und Kunsträumen der Kantone Bern und Jura zu sehen. Acht Institutionen legten sich mächtig ins Zeug, um interessante Ausstellungsplattformen und spannende Einblicke ins aktuelle Kunstschaffen zu bieten.

Unter dem Präsidium von Valentine Reymond, Leiterin des Musée jurassien des Arts, Moutier, hat der Verein Cantonale dieses Konzept bereits zum dritten Mal mit Erfolg umgesetzt. Auch Nebenwirkungen sind in diesem Falle willkommen: Kunstinstitutionen und ihre Verantwortlichen treten über Regions-, Sprach- und Kantonsgrenzen miteinander in Dialog und verwirklichen eine fruchtbare Zusammenarbeit. Zwar wäre es wesentlich einfacher, eine Weihnachtsausstellung im Alleingang mit Beteiligung nur aus der eigenen Region, nur für das eigene Publikum durchzuführen. Gäng wie gäng. Aber stattdessen setzen die Verantwortlichen auf das Prinzip, dass das Ganze mehr sein kann, als die Summe ihrer Einzelteile. Nicht nur der Trägerschaft und den Jurys, auch den Künstlerinnen und Künstlern wird viel abverlangt. Sie müssen in mehr als einer Hinsicht Distanzen überwinden. Doch wem dies gelingt, erzielt eine nachhaltige Wirkung. Der grosse Gewinner ist jedoch letztlich das Publikum, das bei einer Tour zu zwei, drei oder mehr Ausstellungen einen ausgezeichneten Überblick über aktuelle Positionen von Kunstschaffenden in den beiden Kantonen erhält, unterschiedlichen Ansätzen der Ausstellungskonzeption begegnet und hochkarätige Ausstellungsorte kennenlernt. Auf meiner persönlichen Tour fehlen mir noch zwei von acht.

Dass ausgerechnet die Kunsthalle Bern ausgestiegen ist und wieder den Alleingang wählte, bedaure ich sehr. Die Stadtgalerie im Progr, seit der 1. Cantonale mit dabei, sorgt dafür, dass die Kantonshauptstadt bei diesem wichtigen Kunstprojekt nicht abseits zu stehen braucht. Hätte es bei zukünftigen Durchführungen möglicherweise für weitere Kunstmuseen in Bern Platz zum Mitmachen? Auch die "Leuchttürme" dürfen sich bewerben! Es kann ja nicht schaden, mit den Schwesterinstitutionen in den beiden Kantonen gut vernetzt und in der Kunstszene einer grösseren Region verankert zu sein.
Wie sich die Cantonale weiterentwickeln könnte, ist Thema der Podiumsdiskussion am Mittwoch, 15. Januar 2014, 18.15 Uhr im Kunstmuseum Thun. Und wer die Ausstellungen noch nicht gesehen hat, kann dies an den meisten Destinationen noch bis zum Sonntag, 26. Januar 2014 nachholen. Kunstreisende kreuz und quer durch die beiden Kantone dürften kaum enttäuscht sein. Diese Art Sonderangebot sollte man im Januar keinesfalls verpassen.

Hans Ulrich Glarner, Vorsteher Amt für Kultur


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http://www.erz.be.ch/erz/de/index/direktion/organisation/amt_fuer_kultur/archive/ausgabe_1_2014.html