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Berufs- und höhere Fachprüfungen

Berufs- und höhere Fachprüfungen stehen für praxisnahe Abschlüsse, die von der Arbeitswelt sehr geschätzt und nachgefragt sind. Zusammen mit den höheren Fachschulen stellen sie ein wichtiges Element der höheren Berufsbildung auf der Tertiärstufe (Tertiär B) dar.

Ausrichtung

Die eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen (im gewerblich-industriellen Bereich auch bekannt als Meisterprüfungen) richten sich an Personen mit Berufserfahrung, die ihre Kompetenzen vertiefen und erweitern wollen. Wer die entsprechende eidgenössische Prüfung besteht, erhält einen eidgenössisch anerkannten Titel (Berufsprüfung: eidg. Fachausweis; höhere Fachprüfung: eidg. Diplom). Die Abschlüsse der eidgenössichen Prüfungen stehen für vertiefte praktische Fähigkeiten und fundierte theoretische Kenntnisse und geniessen in der Arbeitswelt einen ausgezeichneten Ruf. Werden in einem Bereich sowohl eine eidgenössische Berufsprüfung als auch eine höhere Fachprüfung angeboten, so stellt die höhere Fachprüfung in der Regel höhere Anforderungen.

 

Organisation und Prüfungsvorbereitung

Im Gegensatz zu den höheren Fachschulen, wo der Bildungsgang als solcher anerkannt wird, sind bei den eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen nur die Prüfungsordnungen vom Bund anerkannt. Das bedeutet, dass die Prüfungsvorbereitungen (vorbereitende Kurse) nicht reglementiert sind. Vorbereitende Kurse auf eidgenössische Prüfungen werden von Bildungsinstitutionen oder Organisationen der Arbeitswelt in der Regel berufsbegleitend angeboten. Der Unterricht findet entweder tageweise oder an Abenden bzw. übers Wochenende statt. Für den Inhalt und die Durchführung der Prüfungen sind die Organisationen der Arbeitswelt zuständig. Das SBFI ist für die Aufsicht verantwortlich.

Fachausweise und Diplome

Die eidgenössische Berufsprüfung wird mit einem eidgenössischen Fachausweis abgeschlossen, der Fachausweis ist in der Regel eine Zulassungsbedingung für die höhere Fachprüfung. Wer die höhere Fachprüfung besteht, erhält ein eidgenössisches Diplom. Die höhere Fachprüfung qualifiziert die Berufsleute als Expertinnen und Experten in ihrem Berufsfeld. Ausserdem bereitet sie die Absolventinnen und Absolventen auf Führungs- und Managementaufgaben in einem Unternehmen vor. Jedes Jahr werden rund 14'400 Fachausweise und 3'400 Diplome verliehen.

Zurzeit exisitieren rund 280 Berufsprüfungen und 180 höhere Fachprüfungen. Das Berufsverzeichnis SBFI enthält die verschiedenen eidgenössischen Prüfungen mit den jeweiligen Prüfungsordnungen.

Titel für Berufs- und höhere Fachprüfungen

Bei den Berufsprüfungen wird in der Regel der entsprechende Beruf aufgeführt mit der Zusatzbezeichnung „eidg. Fachausweis“. (Beispiel: Floristin mit eidg. Fachausweis)

Bei den höheren Fachprüfungen sind mehrere Titelvarianten gebräuchlich, z. B.: Berufsbezeichnung + mit eidg. Diplom (Beispiel: Marketingleiter mit eidg. Diplom) oder Berufsbezeichnung mit Zusatz -meister. (Beispiel: Schreinermeister)

Allgemeine Information zu den eidgenössischen Prüfungen SBFI


Weitere Informationen

 


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